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Deko Kleines Wohnzimmer

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Deko Kleines Wohnzimmer – Deko Kleines Wohnzimmer

Susanne Holtkotte geht täglich zur Arbeit und kann trotzdem kaum von ihrem Lohn leben. Nun hat sie ein Buch geschrieben – über eine Rente, die nicht reichen wird.

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Susanne Holtkotte sieht verwegen aus. Sie stellt in ihrer schrillen Verkleidung gleich zwei Personen auf einmal dar: einen Arbeiter, auf dessen Schultern ein Unternehmer sitzt. Sie trägt deshalb eine schwarze Melone auf den hellen, kurz geschnittenen Locken, ihre Beine stecken in einer Art Arbeitslatzhose. Schaumstoffbeine ragen ihr in Hüfthöhe aus dem Anzug. „Wenn wir hier nur Flyer verteilen, bleibt niemand stehen“, sagt sie.

Und stehen bleiben sollen die Passanten an diesem Samstagvormittag in der Dortmunder Innenstadt. Weil hier Reinigungskräfte über die anstehenden Tarifverhandlungen informieren, zumindest einige von ihnen, die nämlich, die in der Gewerkschaft organisiert sind. Viele trauen sich das nicht, weil sie nur befristet beschäftigt sind. 

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Susanne Holtkotte, 49 Jahre alt, ist anders. Sie traut sich was, nicht nur in der Dortmunder Innenstadt. Sie hat in Talkshows gesessen und mit Politikern und Journalisten über Mindestlohn und Grundrente gestritten. Aus ihrer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung hat sie live im Morgenmagazin Arbeitsminister Hubertus Heil aufgefordert, mehr für die Geringverdiener zu tun. 

Und nun hat sie auch noch ein Buch geschrieben. Es heißt schlicht „715 Euro“. Im Untertitel ist angedeutet, worum es geht: „Wenn die Rente nicht zum Leben reicht. Eine Reinigungskraft klagt an“.

Wenn man so will, ist Susanne Holtkotte gerade das Sprachrohr der kleinen Leute in Deutschland. Ihr Thema sind die Geringverdiener, die, die jeden Tag zur Arbeit gehen, aber kaum davon leben können. Ihnen, sagt Susanne Holtkotte, fehle nicht nur Geld, sondern auch Anerkennung.

Sie hat sich nicht darum gerissen, in der Öffentlichkeit zu stehen. „Aber es ist offenbar nicht so einfach, jemanden in meiner Situation zu finden, der ehrlich darüber Auskunft gibt“, sagt sie. Und genau so jemand wurde für die WDR-Dokumentation „Arm trotz Arbeit“ gesucht. Der Kontakt zu der Filmemacherin kam auf Vermittlung einer Gewerkschaftskollegin zustande. 

„Tja, und dann haben die mich ein Dreivierteljahr begleitet und mir sogar beim Kochen in den Topf geguckt“, sagt Susanne Holtkotte. Nach dem Verkleidungsauftritt in Dortmund ist sie ein kleines Stück durch das Ruhrgebiet gefahren, zurück nach Bochum-Gehrte. Jetzt sitzt sie auf dem Sofa im Wohnzimmer ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung. Es ist ein kleines Idyll auf 54 Quadratmetern, im Grünen gelegen. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad, helle Möbel, ein bisschen Glas. Eine aufgeräumte Wohnung, hübsche Deko-Stücke, kein Kitsch.

Ihr Zuhause ist Susanne Holtkotte wichtig. Das liegt an ihrem anstrengenden Job. Am Feierabend will sie meistens einfach nur noch die Beine hochlegen. Es liegt aber auch daran, dass bei ihrem Einkommen Ausgehen nur selten drin ist. „Restaurant- oder Kinobesuche kann ich mir einfach nicht leisten.“ Sie sagt das nicht, um zu jammern, sondern, weil es schlicht und einfach so ist.

Aus dem Küchenschrank holt Susanne Holtkotte eine Tüte mit Trockenfutter für ihre beiden Katzen und setzt sich wieder aufs Sofa. „Die beiden sind sehr unterschiedlich“, erzählt sie und wirft den Tieren die Leckerlis zu. Das schwarze Fellknäuel, das sofort kommt, heißt Duke, ein dreijähriger Maine-Coon-Kater. Dann gibt es noch Mocki, eine schon betagtere Hauskatze. Sie versteckt sich, solange der Besuch da ist.

Susanne Holtkotte lebt alleine mit ihren Katzen. Sie war früher mal verheiratet, aber man merkt, dass sie nicht gern darüber redet. Man ist mit ihr schnell beim Du, aber das heißt noch lange nicht, dass sie einem das Herz ausschüttet.

Sie hat sich dafür auf andere Art „nackig gemacht“, wie sie es nennt. Sie hat Millionen Fernsehzuschauern erzählt, dass sie als Reinigungskraft in einem Bochumer Klinikum gerade mal den Mindestlohn für ihre Arbeit erhält. 10,56 Euro in der Stunde. Im Monat kommt sie so auf ein Einkommen von 1150 bis 1250 Euro, je nachdem, wie viele Arbeitstage der Monat hat.

„Ich schäme mich nicht für das, was ich tue“, sagt sie. Sie ärgere sich aber über mangelnde Anerkennung. „Wenn man in Deutschland dafür bezahlt wird, dass man saubermacht, dann ist man hier einfach nur eine dumme Putze.“

Bundesweit bekanntgeworden ist Susanne Holtkotte durch einen Auftritt in der Talkshow „Hart aber fair“. Dort diskutierte sie im Februar unter anderem mit Arbeitsminister Hubertus Heil von der SPD und dem FDP-Politiker Johannes Vogel über die Grundrente. Sie hat viel Applaus dafür bekommen, dass sie den beiden immer wieder in die Parade fuhr. „Reinigungskraft liest den Politikern die Leviten“ konnte man am Tag danach in den Zeitungen lesen.

Als der Riva-Verlag an sie herantrat und sie fragte, ob sie ein Buch schreiben wolle, sollte es eine Biografie werden. „Aber das wollte ich nicht“, sagt Holtkotte. „Ich wollte was über die Rente schreiben.“ Also stellte ihr der Verlag eine Mitarbeiterin für Recherchen zur Seite, mit der sie eng zusammenarbeitete. „Das Buch, das bin hundertprozentig ich“, sagt Holtkotte. „Es ist genau das, was ich zu dem Thema sagen wollte.“

Einen authentischeren Rentenreport wird man nicht finden. Das Buch ist kein wüster Klassenkampf, sondern ein Plädoyer für mehr Miteinander. In den einzelnen Kapiteln listet Holtkotte auf, wie die gesellschaftlichen Gruppen gegeneinander ausgespielt werden: Alt gegen Jung, Arm gegen Reich, Frauen gegen Männer. Das ist nicht ihr Weg. „Ich gönne jedem sein Geld“, sagt sie. Sie wünsche sich für Geringverdiener einfach mehr Gerechtigkeit. Und die wäre nicht einmal besonders teuer. Mit einem Mindestlohn von 12,50 Euro stünden die Betroffenen bereits viel besser da, rechnet sie vor.

Sie ist stolz auf ihr Werk. Es schildert auf knapp 150 Seiten unverblümt ihre eigene Situation. „Ich arbeite hart, komme kaum über die Runden und muss damit rechnen, im Alter noch weiter in Armut abzurutschen“, sagt sie. „Ich finde, das kann man nicht einfach hinnehmen.“

Susanne Holtkotte ist kein Mensch, der alles einfach hinnimmt. In ihren jetzigen Job hat sie sich regelrecht hineingedrängelt. Nachdem sie als Altenpflegehelferin zwei Bandscheibenvorfälle hatte, ging im alten Beruf nichts mehr. Im Jobcenter sagte man ihr, mit über 40 und dieser Krankengeschichte sei sie nicht mehr vermittelbar. Das nimmt sie heute noch übel.

Eine Freundin hatte ihr erzählt, dass man im Klinikum in Bochum immer mittwochs zum Probeputzen kommen könne. „Also bin ich da hin“, erzählt Holtkotte. Es war eine Fehlinformation, aber sie telefonierte der zuständigen Leiterin so lange hinterher, bis die sie tatsächlich zum Probeputzen einlud. „Ich bin an einem Montag hingegangen und gleich geblieben.“

Das war 2011. Für den Job zog sie von Dortmund nach Bochum. Mittlerweile ist sie Teamleiterin von 14 Leuten, die dafür sorgen, dass die Betten im Bochumer Klinikum keimfrei sind. Trotzdem ist es für Susanne Holtkotte beim Mindestlohn geblieben. Sie findet, dass sie zu wenig verdient, aber sie sagt auch: „Ich will nicht zu Hause sitzen und auf das Geld vom Amt angewiesen sein.“

Wenn jemand sie fragt, warum sie sich für 100 Euro mehr als den Hartz-IV-Satz jeden Morgen einen Wecker stellt, kann sie sich fürchterlich aufregen. Für sie stellt sich nicht die Frage, warum jemand für so wenig Geld arbeitet, sondern warum jemand, der arbeitet, so wenig Geld verdient.

Das Gespräch hat sich auf den Balkon verlagert. Dort stehen zwei Korbstühle und ein kleiner Tisch. Eine Lichterkette sorgt abends für Atmosphäre. Tagsüber ist es aber auch nicht sehr hell. „Ich bin wahrscheinlich die Einzige in Bochum, die einen Südbalkon ohne Sonne hat“, sagt sie.

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Holtkotte wohnt erst seit einigen Monaten im Erdgeschoss. Ihre alte, hellere Wohnung im gleichen Block musste sie aufgeben, weil die neue Besitzerin Eigenbedarf angemeldet hatte. Vorher wohnte Holtkotte fast Wand an Wand mit ihrem Bruder und seiner Familie. Der Verlust der Wohnung habe ihr erst mal den Boden unter den Füßen weggezogen, sagt sie. Sie hatte Angst, in ein schlechteres Viertel ziehen zu müssen, fort vom Bruder. Als sie das erzählt, bekommt man eine Ahnung davon, dass auch die toughe Gewerkschafterin Susanne Holtkotte es manchmal leid ist zu kämpfen.

Die Familie ist ihr wichtig. Zum Vater hat sie ein inniges Verhältnis, ihre Mutter, die 2005 starb, vermisst sie noch immer. Auf ihren rechten Unterarm ist das Wort „Ohana“ tätowiert, das ist hawaiianisch und heißt Familie. Sie sei fasziniert von der hawaiianischen Kultur, sagt sie. Man erwartet jetzt, dass sie sagt, es sei ein Traum von ihr, irgendwann einmal dorthin zu reisen. Sie sagt es nicht.

Stattdessen erzählt sie, dass es nicht einfach war, den Zuschlag für die Wohnung zu bekommen. Der neue Vermieter habe zuerst gezögert, sie zu nehmen, weil ihr Einkommen so gering ist. Insgesamt 606 Euro zahlt sie für Miete und Nebenkosten, das ist die Hälfte ihres Monatseinkommens. Ihre alte Wohnung stehe immer noch leer, fügt sie noch hinzu. Der schwarze Kater sitzt in der Balkontür und scheint sich zu überlegen, ob er einen Schritt weitergeht. Draußen, auf der sonst viel befahrenen Straße, hat der Verkehr nachgelassen, es ist fast still.

Susanne Holtkotte hat im vergangenen halben Jahr viel erlebt. Nach „Hart aber fair“ hat Hubertus Heil sie in sein Arbeitsministerium eingeladen. Eine Mitarbeiterin hat sich schon ein paar Tage nach der Sendung gemeldet und den 12. März als Termin für ein Treffen vereinbart. Es gab einen Festakt in Berlin an diesem Tag, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) wurde 100 Jahre alt. Susanne Holtkotte hat bei der Veranstaltung den Bundespräsidenten kennengelernt.

Sie fand ihn nett. Noch mehr gefreut hat sie sich über die Begegnung mit dem ILO-Generaldirektor Guy Ryder. „Es ist toll, wie seine Organisation sich für faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung in aller Welt einsetzt“, sagt sie. Sie holt das Programm aus einer Vitrine im Wohnzimmer. Am Rand haben alle drei unterschrieben, Frank-Walter Steinmeier, Hubertus Heil und Guy Ryder.

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Die Grundrente, wie sie Arbeitsminister Hubertus Heil anstrebt, findet sie gut. Sie nimmt ihm ab, dass es ihm wirklich um Verbesserungen für Geringverdiener geht. Überhaupt haben die beiden, die sich inzwischen mehrfach getroffen haben, einen Draht zueinander, heißt es aus seinem Büro. Susanne Holtkotte wiederum hat sich gefreut, dass er sein Versprechen einlöste und einen Tag bei ihr im Klinikum gearbeitet hat. Er habe sich gut geschlagen, sagt sie, vielleicht einen Tick zu lange die Hände desinfiziert.

Trotz aller Sympathie: Sie lässt sich nicht von der SPD vereinnahmen. Die Grundrente ist für sie nur ein Anfang. „Es muss viel mehr getan werden“, schreibt sie in ihrem Buch und zählt die Baustellen auf: Lohndumping, Zeitarbeit, befristete Verträge und schlechte Arbeitsbedingungen.

Holtkotte ist davon überzeugt, dass es eine Lösung für diese Probleme geben muss. Mit ihrem Buch will sie sich vor allem an die wenden, die in der gleichen Situation sind wie sie. Es war ihr daher wichtig, dass es weniger als zehn Euro kostet. Ob es ein Erfolg sein wird, darüber macht sie sich keine großen Gedanken, sagt sie. „Ich hab ja keinen ,Harry Potter-Band geschrieben.“ Sie fände es aber schön, wenn ihr das Buch so viel einbringen würde, dass sie im kommenden Jahr ihre Familie zu ihrem 50. Geburtstag einladen kann.

Susanne Holtkotte: „715 Euro – Wenn die Rente nicht zum Leben reicht. Eine Reinigungskraft klagt an“, Riva Verlag, 128 S., 9,99 Euro

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