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Moderne Wohnzimmer Sessel

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Moderne Wohnzimmer Sessel – Moderne Wohnzimmer Sessel

„Point of No Return“: Das Leipziger Museum der Bildenden Künste zeigt eine Ausstellung über die Wende und das Verlangen nach Wertschätzung ostdeutscher Kunst.

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Wie ein moderner Sessel für Ihr Wohnzimmer Design wählen | home ..

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Publikums-Massen, starke Kunstwerke und starke, nämlich kulturpolitisch kritische Worte sah und hörte man jetzt im Leipziger Museum der Bildenden Künste. Der englische Titel „Point of No Return“ ist wohl gewählt worden, damit man auch auf dem internationalen Kunstmarkt versteht, worum es geht. Und Museumsdirektor Alfred Weidinger, ein Österreicher, sagte, es sei 30 Jahre nach dem Mauerfall höchste Zeit für mehr Akzeptanz der ostdeutschen Kunst. Es geht um die Wertschätzung von deren Bildkraft, um ihre Geltung in der deutschen Kunstgeschichte.

Der Punkt ohne Wiederkehr beschreibt den Moment, in dem ein Ereignis nicht mehr aufzuhalten ist. An dem es keine Möglichkeit der Rückkehr zum ursprünglichen Zustand eines Systems gibt. Klingt nach Revolution. Zugleich wiederholen sich die Ereignisse unendlich oft, wie beim deutsch-deutschen Bilderstreit, der seit der Wiedervereinigung wieder und wieder auflodert. Nun womöglich erneut und hoffentlich erkenntnisreicher aufseiten derer, die auch die Kunst des verschwundenen Landes bloß für eine Fußnote der Geschichte halten.

Bequeme Sessel Moderne Wohnzimmer — Stockfoto © Belchonock #11 - Moderne Wohnzimmer Sessel

300 Bilder, Plastiken, Installationen von 106 Künstlerinnen und Künstlern füllen die obere Etage des Museums, fügen sich zu einer Kartographie des Umbruchs, der sich, wie viele melancholische, bittere, wildexpressive und dystopische Bildwerke wissen lassen, bereits seit den 70er-Jahren ankündigte. Die Ausstellung ist ein Meilenstein in der Reihe aller bisherigen Rückschauen auf die Kunst des deutschen Ostens.

Nur ein Drittel der ausgestellten Arbeiten sind Leihgaben von Museen oder namhaften Kollektionen, etwa aus der Sammlung Ludwig Oberhausen. Der überwiegende Teil stammt aus den Ateliers der Künstler, namhafter wie eher unbekannter. Die Bilder und Skulpturen kommen aus Freundeskreisen, aus privaten Nachlässen. Das sagt viel aus über die nur selten geglückte Teilhabe vieler ostdeutscher Künstler am globalisierten Kunstmarkt nach 1990. Die „Konstruktivistische Beschwörung“, der Dialog mit frühsowjetischen avantgardistischen Utopien des 2000 verstorbenen Thüringers Hans Winkler etwa fand nie einen Käufer – nun immerhin erstmals staunende Betrachter.

Die Leipziger Malerin Doris Ziegler hatte nicht mehr gehofft, ihren im Atelier lagernden Zyklus zur „Großen Passage“ 1989/90 mit derartigem Aplomb zeigen zu können. Nun gehört ihrem packenden Werk, das sich auf Walter Benjamin bezieht und auch auf die im Raum verschachtelte Figurensprache Max Beckmanns abhebt, ein ganzer Saal. Sie stellt sich dar als Tänzerin oder Pierrot im verwirrenden, chaotischen, turbulenten Umbruchgeschehen, scheinbar handlungsstarr, auch scheu, fast angstvoll vor dem, was kommt, nackt und verletzlich auf einer Brücke, auf der sich die Massen – ein ganzes Land – aufmachen in die große Passage. Aus dem realen Sozialismus in die Freiheit. Und in den realen Kapitalismus.

Die Wucht der Metaphern ist typisch für ostdeutsche Kunst. Egal ob figürlich, gegenständlich oder in der Sprache der Abstraktion. Das gilt für all jene, die sich im System DDR eingerichtet hatten, ob sie Sitte, Tübke, Heisig oder Mattheuer hießen, wie diejenigen, die sich mit den Gegebenheiten abfanden, in ihrer Nische arbeiteten. Und für all die Maler, Grafiker, Bildhauer, Fotografen, die in der Enge ihrer Verzweiflung, den Groll, die Ohnmacht in ihre Bildwerke steckten und Schwierigkeiten mit dem vormundschaftlichen Staat bekamen. Ebenso traf es auf die vielen Künstler zu, die der DDR entnervt den Rücken kehrten, in den Westen gingen, ausgebürgert, der Wurzeln und des Humus’ ihrer Kunst entledigt und nur bedingt willkommen auf dem westlichen Markt. So etwa Hans-Hendrik Grimmling, Volker Stelzmann, Cornelia Schleime, Christine Schlegel, Ralf Kerbach und Via Lewandowsky.

Der Ausstellungsbesucher steht vor Metaphern für „innere und äußere Emigration“, vor Positionen „kritischer Loyalität“ bis hin zur Hoffnung auf Reformierung des Sozialismus. Zugleich sind Arbeiten zu sehen, deren Urheber zwar noch in der DDR geboren wurden aber nicht mehr die unmittelbare Erfahrung des realen Sozialismus mit ihren älteren Kollegen teilen. Spannend, wie die 1984 geborene Henrike Naumann ein Gemälde ihres Großvaters Karl Heinz Jakob von 1959 in ihre Konzeptkunst-Installation einfügt, dabei Fragen von Herkunft, Tradierung, Eigensinn und Mentalität aufwirft. Und auch von Identität.

All das Aufgezählte ist nun in Leipzig ausgebreitet, und man sieht und spürt die kulturellen Fäden, deren einstige Durchtrennung noch immer als Phantomschmerz rumort, noch längst kein echtes Zusammenwachsen ermöglichte – wegen der noch immer ausstehenden gesellschaftlichen wie ästhetischen Gleichstellung der Ostkunst.

Die mit Ausstellungen dieser Kunst sehr erfahrenen und in ihren Naturellen wie Sichtweisen keineswegs homogenen Kuratoren Paul Kaiser, Dresden, und Christoph Tannert, Berlin, wurden mit ihrem anspruchsvollen Konzept für „Point of No Return“ übrigens in Dresden, Erfurt und Schwerin abgelehnt. In Leipzig waren sie willkommen. Auf strenge Chronologie haben sie verzichtet. Sie zeigen in dieser riesigen Schau auch erstmals in einer enormen Spannbreite und ohne Berührungsängste mit der Kunst der sogenannten Staatskünstler, was Identitätsfragen berührt. Egal, ob sie nun von der an der bleiernen Zeit leidenden aber dageblieben rebellischen Künstlerschaft stammen, die eine andere DDR haben wollten. Oder von Dissidenten. Oder von Willi Sitte, einerseits Verfechter einer klassischen Moderne, anderseits Prototyp des sozialistischen Realismus. Er malte 1990 „Erdgeister“, sich selbst als nackten Stürzenden im Partisanenhemd. Als Opfer seines Glaubens. Und die von ihm als Sieger der Geschichte-Apotheose erhobene Arbeiterklasse, die nun die West-Mark will, rammte er verbittert in den Boden.

Bitter konnten auch Künstler sein, die sich Sittes sozialistischen Idealen so gar nicht anpassen wollten. Der 1976 nach Drangsalen der Kulturfunktionäre und Staatssicherheit in den Westen gegangene, 2001 verstorbene Einar Schleef malte dicht gereihte Telefonzellen, absurde Metaphern für das auch die Telekommunikation betreffende vormundschaftliche, eingehegte System. Der Zyklus heißt „Klage“.

Weniger bitter, eher mit spöttischem Understatement hat Via Lewandowsky mitten in den Hauptsaal der Schau ein „Berliner Zimmer“ als „Leipziger Version“ gesetzt: ein durchgesägtes, durchtrenntes Wohnzimmer, anno 1961. Glasschrank mit Sammeltassen, Tisch, Deckchen, Teppich, Sessel, alles akribisch durchschnitten und durchsägt, selbst die Schnapsgläser, der Papagei, die Zimmerpflanze, die Kristallpokale hat der Mann halbiert, zur Metapher der Mauerstadt Berlin. „Leipziger Version“ heißt die ironische Installation deshalb, weil das Original im Besitz der Nationalgalerie Berlin nicht ausgeliehen wurde. Also hat Lewandowsky kurzerhand ein zweites geschaffen.

Auf das kuriose Interieur marschiert der in den späten 80er-Jahren entstandene pessimistische Zug der Untoten des Berliner Bildhauers Frank Seidel zu. Die an Giacomettis existenzialistische Gestaltzeichen erinnernden Zombies scheinen durchlöchert und malträtiert von den sinnentleerten Phrasen, mit denen das System sich zu erhalten versuchte. Und weit oben im Ausstellungssaal prangt, als lapidarer Kommentar, auf einem roten, wie ausglühenden Bildgrund, das Symbol von Hammer und Sichel des Leipziger Malers Bernd Schlothauer. Die Verheißungen, die Utopien – und die Dogmen – wurden zu Asche.

Museum der Bildenden Künste , Leipzig: bis 3. November. Der Katalog ist im Hirmer Verlag erschienen. https://mdbk.de

Stil der Zeit Sessel neben Silber Tabelle in moderne Wohnzimmer ..

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Bequeme Sessel Moderne Wohnzimmer — Stockfoto © belchonock #11 - Moderne Wohnzimmer Sessel

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11d Moderne Wohnzimmer Interieur In Schwarz-Weiß-Dekor Mit ..

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Mid Century Modern Lounge Chair by Fritz Neth | Lounge Sessel 11 ..

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Schöne Moderne Wohnzimmer Innenraum Mit Sessel. 11D-Rendering ..

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Moderne Wohnzimmer, Sessel und ein Tisch — Stockfoto ..

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Wie ein moderner Sessel für Ihr Wohnzimmer Design wählen | home ..

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Schöne Moderne Wohnzimmer Innenraum Mit Sessel. 11D-Rendering ..

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